Frenk Meeuwsen: Rufus

Der Niederländer Frenk Meeuwsen hatte sich bereits durch zahlreiche Ausstellungen als bildender Künstler etabliert. Er war über 50 Jahre alt, als 2017 mit Zen ohne Meister sein erster Comic erschien. Anschließend erzählte er in Jahr Null, davon, wie er und seine Freundin Zaza zusammenkamen und sich dazu entschieden haben Eltern zu werden.

Ihr Sohn heißt Rufus, genau wie der neuste autobiografische Comic von Meeuwsen. Darin erzählt er von dem innigen Verhältnis, das er zu Rufus hat. Beide haben viel Spaß, wenn sie zusammen mit Eulifant, dem Lieblingsplüschtier von Rufus, auf dem Fahrrad durch Amsterdam brausen.

Trotz der positiven Erlebnisse mit seinem Sohn, neigt Meeuwsen zu Wutausbrüchen, aber auch zu Selbstreflektion. Er ahnt, dass dies nicht gut für ihn ist, und auch Rufus empfindet ähnlich. Jedes Mal, wenn sein Vater das Haus verlässt, ist es für Rufus wichtig, sich mit einem Kuss von ihm zu verabschieden.

Im weiteren Verlauf der Geschichte erleidet Meeuwsen einen Schlaganfall und erlebt im halbwachen Zustand, wie er am Herzen operiert wird. Sein Unterbewusstsein fabuliert ihm dazu abgefahrene Visionen, bei denen auch der riesige Wal Monstro aus Walt Disneys Zeichentrickfilm Pinocchio, den sich Meeuwsen kurz zuvor mit Rufus angesehen hat, eine Rolle spielt.

Diese Impressionen illustrierte Meeuwsen durch atemberaubende Bilder, die durchaus bei den abgefahrenen Visionen von Comickünstlern wie Moebius mithalten können. Zugleich gelingt es dem Künstler alltägliche Situationen sehr spannend zu Papier zu bringen. Autobiografische Comics können manchmal eine Qual sein, bei Meeeuwsen hingegen würde ich mich sehr über weitere Comicadaptionen seines Lebens freuen.

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