Mit Eingeschlossene Gesellschaft hat Sönke Wortmann bereits ein Werk von Jan Weiler (Maria, ihm schmeckt’s nicht!) verfilmt. Jetzt ließ er Weiler zusammen mit Robert Gold (Der Fall Collini) einige seiner Glossen, die zugleich seinen erfolgreich von Leander Haußmann verfilmten Roman Das Pubertier fortsetzen, zu einem Drehbuch verarbeiten.
Im Zentrum steht der als Schriftsteller im Homeoffice arbeitende Vater Hannes, der darunter leidet, dass seine beiden nahezu erwachsenen Kinder nicht mehr zusammen mit ihm wohnen wollen. Als dann auch noch seine Frau Sara (Anna Schudt) auszieht, gerät die scheinbar heile Welt von Hannes gefährlich ins Wanken.
Auf den ersten Blick verwundert es etwas, dass die Hauptrolle nicht mit Charlie Hübner, sondern mit Sebastian Bezzel besetzt wurde, der die Hauptrolle in mittlerweile bereits zehn bayerischen Eberhoferkrimis spielte. Doch Bezzel überzeugt auch als Wahlhamburger und resignierender Familienmensch ohne Familie, zumal die Handlung zügig und originell voranschreitet.
Außerdem hat Jan Weiler ein Händchen für wirklich witzige Dialoge. So hat Hannesʼ Tochter Cara (Kya-Celina Barucki) einen Freund, der immer wieder Sprichwörter durcheinanderbringt und schläft “wie ein Baum“. Doch Clara sieht dies gelassen, denn der junge Mann ist zwar “dumm, wie Gold, hat aber ein Herz aus Brot“.
Extras der Blu-ray von Constantin Film / LEONINE: Interviews mit Sebastian Bezzel (2:31 min), Anna Schudt (4:01 min), Kya-Celina Barucki (5:34 min), Philip Müller (2:38 min), Nilam Farooq (1:21 min), Jan Weiler (5:15 min) und Sönke Wortmann (3:55 min), Premierenclip (1:35 min), B-Roll (5:48 min) und der Trailer (1:51 min).
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