Archiv der Kategorie: HEIMKINO

Die heißesten DVDs und Blu-rays für das Heimkino

Crying Freeman

Eine junge Frau, die an einer steilen Küste malt, muss entsetzt miterleben, wie ein junger Mann zwei kunstvoll ausgeführten Morde begeht. Dennoch verliebt sich Emu O’Hara in den nach seinen Untaten weinenden Jo, auch wenn sie fest davon überzeugt ist, dass er sie als Zeugin beseitigen wird. Doch auch Jo hat Gefühle für Emu…

Diese Eröffnungssequenz hat der französische Regisseur Christophe Gans 1995 so mitreißend in Szene gesetzt, dass unweigerlich auf den weiteren Film gespannt gemacht wird. Vielleicht ist dabei auch zu spüren ist, dass sich die Darsteller Mark Dacascos und Julie Condra ineinander verlieben, denn nach den Dreharbeiten heirateten sie.

Die Geschichte des Films geht ebenfalls spannend weiter, verwundert aber auch etwas. In einer Rückblende wird davon erzählt, dass Jo einst ein talentierter Töpfer war, doch in die Fänge des von einer sehr alten Frau geleiteten chinesischen Geheimbundes „Söhne des Drachen“ gerät. Er wird dazu gezwungen, als Auftragskiller zu arbeiten. Da Jo nach jedem Mord weinen muss, wird er “Crying Freeman“ genannt.

Diese Ausgangssituation hat sich Kazuo Koike (Lone Wolf & Cub) 1986 für eine von Ryōichi Ikegami gezeichnete Manga-Serie ausgedacht. Christophe Gans war davon fasziniert und verfilmte die erste Storyline des Mangas stilvoll und temporeich, aber auch sehr werkgetreu.

Er gibt Mark Dacascos reichlich Gelegenheit seine beträchtlichen Martial-Arts-Fähigkeiten vorzuführen, lässt ihn aber auch als charismatischen Darsteller glänzen. Sechs Jahre später drehte Christophe Gans mit Marc Dacascos sein Meisterwerk Der Pakt der Wölfe.

Die Blu-ray von Filmjuwelen enthält dieses Bonusmaterial: Audiokommentar mit Regisseur Christophe Gans (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interviews mit Christophe Gans (51:46 min) und Mark Dacascos (14:11 min), Christophe Gans erzählt über den Ursprung des Films (1:22 min), die Ausstattung  (2:10 min) und die Storyboards (2:41 min), Making-of (20:15 min), Bericht über den Schnitt (8:55 min), Hinter den Kulissen (38:35 min), zwei nicht verwendete Szenen: Die Sprengfalle (1:36 min) und Tokyo Hotel (1:12 min), Promo-Featurettes (7:29 min + 5:44 min), zwei US-Trailer (1:35 min + 2:07 min) und der deutscher Trailer (2:07 min).

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Stephen King: Nachtschicht

Graveyard Shift erschien als eine der frühsten Veröffentlichungen von Stephen King 1970 im Herrenmagazin Cavalier und wurde acht Jahre später zur Titelstory von Kings erster Kurzgeschichtensammlung Nachtschicht. Inspiriert wurde King durch eine Putzkolone, die in einer Textilfabrik in Maine Ratten so groß wie Hunde antraf.

1990 wurde die Story verfilmt. Regisseur Ralph S. Singleton erzählt von den harten Arbeitsbedingungen in einer Wollgarnfabrik, die den Namen “Bachman“ trägt (unter diesen diesem Pseudonym verfasste King Bücher wie The Running Man). Durch Ratten kommt es immer wieder zu Unfällen. Ein Trupp der Arbeiter soll in einer gut bezahlten Nachtschicht Abhilfe schaffen und wird dabei nicht nur durch eine Unmenge von Nagetieren, sondern auch von einem riesigen Rattenmonster attackiert…

Nachtschicht gilt als eine der schlechtesten King-Adaptionen, was angesichts der Unmenge von lausigen Filmen mit den Kindern des Zorns sehr unsachlich ist. Nachtschicht wurde mit einem Touch von Sozialkritik an glaubhaften Locations, wie der ältesten Spinnerei der USA, sehr spannend in Szene gesetzt.

Stephan Macht, der auch als Rabbiner tätig ist, überzeugt als schurkischer Vorarbeiter. Brad Dourif, der eine Oscar-Nominierung für Einer flog über das Kuckucksnest erhalten hatte, dreht als Ratten-Exterminator mächtig auf. Auch das gar nicht so peinliche Finale mit der analog animierten Riesenratte kann sich sehen lassen. Es gibt sogar eine kleine Schlußpointe, denn am Ende des Film wird, dass die Bachman-Spinnerei neue Mitarbeiter sucht…  

Zusätzlicher Kaufanreiz dieser Veröffentlichung von Filmjuwelen ist der deutschsprachige Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen, der nicht immer auf die gerade gezeigten Szenen des Films eingeht. Giesen informiert stattdessen umfassend über Themen wie den Rattenfänger von Hameln, Ratten in Berlin oder in Kinofilmen wie Ben, Willard oder auch Ratatouille. Wer Nachtschicht bereits kennt, kann den Film auf dieser Edition nochmal in allerbester Bildqualität genießen und wird gleichzeitig von Giesen mit allerlei Hintergrundinfos versorgt.

Die Blu-ray von Filmjuwelen enthält dieses Bonusmaterial: Audiokommentar von Filmhistoriker Dr. Rolf Giesen, Interviews mit Regisseur Ralph S. Singleton (26:04 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie den Darstellern Stephan Macht (13:38 min), Kelly Wolf (13:10 min) und Robert Alan Beuth (14:09 min), US-Trailer (1:36 min), deutscher Trailer (1:26 min), digitales Booklet (online abrufbar) und Wendecover.

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Operation „Kleiner Bruder“

Diese italienische Produktion von 1967 ist mehr als seltsam. In der Hauptrolle des Dr. Neil Connery ist Neil Connery zu sehen. Dieser arbeitete zuvor in Edinburgh als Stuckateur und wurde für den Film verpflichtet, weil er seinem acht Jahre älteren Bruder Sean Connery sehr ähnlich sah.

Er spielte den erfolgreicher plastischen Chirurgen Dr. Neil Connery, der auch hypnotisieren und von den Lippen ablesen kann. Da dessen Bruder James nicht zur Verfügung steht, wird Neil von der britischen Regierung beauftragt, die Verbrecherorganisation Thanatos zu bekämpfen, die mit einer elektromagnetischen Superwaffe die Weltherrschaft erlangen will.

Operation „Kleiner Bruder“ trägt im italienisches Original den Titel O.K. Connery und beschränkt sich nicht darauf eine ähnliche Geschichte wie ein James-Bond-Film zu erzählen. Mit Bernard Lee, Lois Maxwell, Adolfo Celi und Daniela Bianchi wurden zudem noch die Darsteller von M, Miss Moneypenny, dem Feuerball-Schurken Emilio Largo und dem Bond-Girl aus Liebesgrüße aus Moskau verpflichtet.

Hinzu kommt noch Anthony Dawson, der zuvor in bereits drei Bond-Filmen zwielichtige Charaktere gespielt hatte. Die immer wieder an die Soundtracks von John Barry erinnernde musikalische Begleitung stammt von Ennio Morricone und Bruno Nicolai, während sich Maria Cristina Brancucci bei der Interpretation des Titelsongs Man for Me sehr stark an Shirley Bassey orientiert.

Das Resultat sieht dank Musik, Besetzung und Drehorten wie Marokko und Monaco optisch tatsächlich wie eine weitere Bond-Produktion aus. Doch dank der sinnlosen Handlung kommt statt Hochspannung immer wieder Verwunderung auf. Das hat durchaus seinen Reiz, und es ist sehr schön „Miss Moneypenny“ Lois Maxwell endlich einmal im bewaffneten Außeneinsatz zu sehen.

Insgesamt macht Operation „Kleiner Bruder“ mehr Spaß als die im selben Jahr entstandene “offizielle“ Parodie Casino Royale. Sean Connery, der zeitgleich bei Man lebt nur zweimal vor der Kamera stand, war von der ganzen Sache nicht begeistert. Vielleicht auch deshalb machte er danach seine erste Bond-Pause und überließ 1969 George Lazenby die Hauptrolle in Im Geheimdienst Ihrer Majestät.        

Die Blu-ray von Explosive Media enthält neben dem 108-minütigen exzellent restaurierten Hauptfilm als Bonus den englischsprachigen Trailer in “Grindhouse-Version“, bzw. schlechter Bildqualität (2:03 min), sowie eine Galerie mit Werbematerialien (3:07 min).   

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Geschichten aus der Schattenwelt

Nach dem Erfolg des Episodenfilms Creepshow arbeiteten George A. Romero (Night of the Living Dead) und Stephen King von 1984 bis 1988 auch bei der TV-Serie Tales from the Darkside zusammen. Da die 92 Episoden bei Horrorfreunden sehr gut ankamen, entstand im Anschluss ein Spielfilm, der am 4. Mai 1990 in die Kinos kam.        

Ähnlich wie ein Vierteljahrhundert zuvor bei den Episodenfilmen von Amicus wie Die Todeskarten des Dr. Schreck oder Der Foltergarten des Dr. Diabolo wurden hier einige kurze Horrorstories durch eine Rahmenhandlung verbunden. Da für die einzelnen Darsteller nur wenige Drehtage anstanden, war es möglich prominente Darsteller zu günstigen finanziellen Konditionen zu verpflichten.

So konnte für die Rahmenhandlung der Popstar Debbie Harry begeistert werden. Diese spielt eine moderne Hexe, die den Jungen Timmy gefangen hält und diesen als Festtagsbraten auf ihrer Dinnerparty servieren will. Um dies zu verhindern versucht Timmy die Hexe durch das Vorlesen von drei Horrorgeschichten abzulenken. Das originelle Ende dieser Konfrontation wird am Ende des Films nachgereicht.

Die erste Story basiert auf einer literarischen Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle. In seiner Kurzgeschichte Lot No. 249 von 1892 geht es um Studenten und eine Mumie. Mit (heute) prominenten Darstellern wie Steve Buscemi, Christian Slater und Julianne Moore setzte der Regisseur John Harrison, der später Erfolge mit TV-Serie zu Dune – Der Wüstenplanet feierte, eine von George A. Romero modernisierte Version der Story in Szene. Diese gehört nicht zu den Höhepunkten der Anthologie.

Dies ist leider auch bei der zweite Episode so, obwohl Cat from Hell von Stephen King stammt. Doch leider schleppt sich die Geschichte um einen Auftragskiller, der für einen reichen Schnösels eine schwarze Katze umbringen soll, ziemlich lahm dahin. Da nutzen auch die inszenatorischen Schwarzweiß-Mätzchen von Harrison nichts.

Doch zum Glück gibt es noch die dritte Episode Lover’s Vow, die über jeden Zweifel erhaben ist und einen eigenen Spielfilm verdient hätte. Michael McDowell, der kurz zuvor das Drehbuch zu Tim Butons Beetlejuice verfasst hatte, verlagerte eine Story aus Masaki Kobayashis Horroranthologie Kwaidan ins damalige New York.

Noch in derselben Nach trifft Trevor auf Carola und beide verlieben sich. Zehn Jahre später sind sie glücklich verheiratet und haben zwei Kinder. Es hätte alles so schön sein können, wenn Trevor nicht das Bedürfnis hätte, von seiner unheimliche Carola von seiner Begegnung zu erzählen und zusätzlich auch noch die Kunstwerke herauszusuchen, zu denen ihn das Monster inspiriert hat…

Die mit Rae Dawn Chong und James Remar großartig besetzte Story erzählt von vom erfolglosen Maler Preston, der nachts von einem Gargoyle-Monster attackiert wird. Das Ungetüm, das noch kurz zuvor ein steinerner Wasserspeier war, verspricht Preston zu verschonen, wenn er niemanden von seiner unheimlichen Begegnung und dem Aussehen des Monsters erzählt.

Abschließend sei noch erwähnt, dass an der Verwandlung von Mensch zu Gargoyle im Stile von American Werewolf Meister ihres Fachs wie Dick Smith, Greg Nicotero und Robert Kurtzman beteiligt waren. Der Film hat sich erstaunlich gut gehalten und es ist sehr erfreulich, dass Filmjuwelen eine Neuedition herausgebracht hat. Besonders schön ist das Making Of, in dem auch Rae Dawn Chong und James Remar ausführlich zu Wort kommen und der sehr informative Audiokommentar von Rolf Giesen.

Bonusmaterial der Blu-ray von Filmjuwelen: Deutschsprachiger Audiokommentar von Filmhistoriker Dr. Rolf Giesen, Tales Behind the Darkside: The Making of Four Ghoulish Fables (89:57 min), Behind the Scenes (11:05 min), US-Trailer (1:57 min), TV-Spots (1:06 min), Radio-Spots (1:35 min), Behind the Scenes Gallery (4:06 min), Deutsche Titelsequenz (0:27 min), deutscher Trailer (1:48 min), Wendecover und Digitales Booklet (online abrufbar)

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The Running Man

1982 erschien Stephen Kings Roman Menschenjagd, dabei handelte es sich um das vierte Buch, das er unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte. Seine Geschichte spielt in der nahen Zukunft des Jahres 2025. Um die von seiner Tochter dringend benötigten Medikamente bezahlen zu können, verpflichtet sich der arbeitslose Ben Richards für die TV-Show Running Man. Er kann eine gewaltige Summe gewinnen, wenn er es schafft, den vom Sender bezahlten Jägern einen Monat lang zu entkommen.

Die Idee war nicht neu. Genau wie 1970 Wolfgang Menge bei seinem TV-Film Das Millionenspiel hatte sich auch Stephen King beim Science-Fiction-Autor Robert Sheckley bedient, der in einigen seiner Geschichten, wie bereits 1953 in The Seventh Victim, von kommerziell organisierten Menschenjagden erzählt hatte.

Stephen Kings The Running Man wurde erstmals 1987 mit Arnold Schwarzenegger verfilmt. Das Resultat funktioniert nicht als Satire und auch nicht als Actionfilm. Daher war es eine gute Nachricht, dass knapp drei Jahrzehnte später eine Neuverfilmung gewagt wurde, zumal mit Edgar Wright ein interessanter Regisseur verpflichtet wurde.

Wright hatte zuvor mit seinen Kinofilmen Shaun of the Dead, Hot Fuzz, The World’s End, Scott Pilgrim vs. the World, Baby Driver und Last Night in Soho immer wieder angenehm überrascht. Die Hauptrollen in The Running Man waren mit Glen Powell (Top Gun: Maverick, Twisters) Josh Brolin und dem nur sehr kurz auftretenden William H. Macey bestens besetzt.

Dennoch überzeugt auch die zweite – mit 133 Minuten überlange – Verfilmung von The Running Man weder als Dystopie, noch als Mediensatire und leider auch nicht als spannender Thriller.

Die Blu-ray von Paramount enthält neben dem 133-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Audiokommentar von Edgar Wright, Glen Powell und Michael Bacall (wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie diese Berichte “The Hunters And The Hunted“ (16:34 min), “Welcome To The Running Man: Designing The World“ (16:45 min) und “Surviving The Game: Shooting The Running Man“ (29:37 min)

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Walt Disney: Zoomania 2

2015 erreichte der Disney-Animationsfilm Zoomania ein großes Publikum und spielte mehr als eine Milliarde Dollar ein. Es sollte zehn Jahre dauern, bis die beiden sehr unterschiedlichen Police Detektives, das ehrgeizige Kaninchen Judy Hopps und der trickreiche Fuchs Nick Wilde, versuchen in der nur von Tieren bevölkerten Metropole Zoomania einen weiteren kniffligen Kriminalfall zu lösen.

In Zoomania gibt es für Eisbären und Pinguine den Polar-Distrikt Tundratown, am Sahara Square wohnen nachtaktive Wüstentiere und Little Rodentia ist eine Miniaturstadt für kleine Nagetiere, doch für Schlangen ist dort kein Platz. Hopps und Wilde finden jedoch Indizien dafür, dass die Reptilien zu Unrecht aus Zoomania vertrieben wurden, damit sich die habgierige Luchsfamilie Lynxley deren Landbesitz aneignen konnte…  

Die intrigenreiche Story wird rasant und mit überraschenden Wendungen und viel Action erzählt. Doch der Hauptreiz der Fortsetzung ist einmal mehr, das gute Zusammenspiel der beiden im Original von Ginnifer Goodwin und Jason Bateman gesprochenen Hauptfiguren vor dem Hintergrund der fantasievoll und detailreich gestalten Stadt der Tiere, sowie die vielen überraschenden und zündenden Gags. Zoomania war noch erfolgreicher als der erste Film und an einem dritten Teil wird bereits gearbeitet.     

© 2025 Disney

Neben dem 108-minütigen Hauptfilm enthält die Blu-ray noch diese Extras: Die Zoowärter – Die Regisseure Jared Bush und Byron Howard informieren über die Produktion (18:05 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Die Stadt der Stars – Bericht über die Sprecher der Originalfassung (8:54 min), Jeder kann zeichnen (4:08 min), Überraschende Geheimnisse von Zoomania – Die Easter Eggs des Films (5:55 min), Wilde Zeiten bei der Aufnahme – Im Tonstudio (2:40 min), Naschen im Trickfilmstudio (3:16 min), Musikvideo mit Shakira (3:15 min), acht nicht verwende Szenen in Rohanimation und anmoderiert von den Regisseuren (28:01 min)    

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Monster aus dem All – The Green Slime

Ein Asteroid rast direkt auf die Erde zu und es droht totale Zerstörung. Doch ein Trupp mutiger Männer startet von der Raumstation Gamma 3 und landet auf dem Himmelskörper, um dort Bomben in Bohrlöchern zu platzieren. So weit, so Armageddon. Doch diesmal fangen die Probleme erst an, nachdem der Asteroid gesprengt wurde…    

Doch diesmal fangen die Probleme erst an, nachdem der Asteroid gesprengt wurde. Ein Mitglied des Außentrupps hat sich mit grünem Schleim infiziert. Dieser verbreitet sich rastend auf Gamma 3 und verwandelt sich in nicht allzu große, aber bedrohliche viele Tentakelmonster. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

Außerdem muss sich die Ärzin Dr. Lisa Benson (Luciana Paluzzi aus Feuerball) noch zwischen dem zackigen Commander Jack Rankin (Robert Horton) und dem vorsichtigen Commander Vince Elliott (Richard Jaeckel) entscheiden.

1968 entstand in Japan ein US-Film mit nahezu ausschließlich amerikanischer Besetzung. Dazu wurden lediglich Luciana Paluzzi und einige wenige Hauptdarsteller eingeflogen. Die restliche Besatzung der Raumstation bestand aus in Japan stationierten US-Soldaten und Diplomaten, während wahrscheinlich etliche Japaner in die Monsterkostüme gequetscht wurden.

Die Spezialeffekte erreichten zwar nicht das Niveau der zeitgleich entstandenen Godzilla-Filme und konnten auch nicht bei den Modelltricks von Gerry Andersons TV-Serien wie Thunderbirds oder UFO mithalten. Doch dem Regisseur Kinji Fukasaku (Battle Royale) standen geräumige Kulissen für die Szenen auf der Oberfläche des Asteroiden, sowie den Kämpfen und Tanzszenen auf der Raumstation zur Verfügung.     

Das Resultat ist ein zwar eher sinnfreies aber durchaus sinnliches Vergnügen. Es ist alles andere als langweilig zu beobachten, wie die beiden früher befreundeten Kameraden um die Ärztin balzen und zeitgleich gegen zahllose kleinwüchsige, seltsame Laute von sich gebende Aliens kämpfen.

In Japan wurde das Love Triangle aus dem Film entfernt, während bei uns im Nachspann der schöne Song The Green Slime (so lautet der US-Titel des Films) von Richard Delvy fehlt, obwohl er Textzeilen wie Is it something in your head? Will you believe it when you’re dead? enthält. Auf Blu-ray sind alle Fassungen von Monster aus dem All enthalten.     

Das Mediabook von Plaion enthält auf Blu-ray den Film in der US-Version (90:09 min) und in der deutlich kürzeren japanischen Fassung (76:46 min), beide Versionen haben eine deutsche Tonspur. Hinzu kommt dieses Bonusmaterial: „Trailers from Hell“ mit John Landis (3:02 min), Deutscher Trailer (2:09 min), US-Trailer (2:12 min), Japanischer Trailer (2:25 min), Galerie mit 114 sehr amüsanten Werbematerialien, sowie ein Booklet mit einem Text von Christoph N. Kellerbach

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Der Mann, der immer kleiner wurde

Nach Gefahr aus dem Weltall, Der Schrecken vom Amazonas und Tarantula drehte Jack Arnold 1957 mit Die unglaubliche Geschichte des Mr. C. sein absolutes Meisterwerk. Es sollte fast sieben Jahrzehnte dauern bis Richard Mathesons Geschichte vom Mann, der immer kleiner wurde erneut verfilmt wurde.

Der Motor hinter dem Projekt ist als Co-Produzent der 2012 für The Artist mit dem Hauptrollen-Oscar prämierte Franzose Jean Dujardin, der sich bereits 2016 für seine Titelrolle als Mein ziemlich kleiner Freund per Filmtrick auf eine Größe von 1,36 m schrumpfen ließ. Als Der Mann, der immer kleiner wurde ist ein Ende seiner Reise in den Mikrokosmos nicht abzusehen.

Dujardin spielt den Bootsbauer Paul, der glücklich mit Frau und Tochter in einem schönen Haus an der französischen Küste lebt. Beim Schwimmen im Ozean wird er mit einem seltsamen Loch in den Wolken konfrontiert. In den nächsten Monaten beginnt er unaufhaltsam zu schrumpfen und ist schließlich so klein, dass seine Familie ihn nicht mehr finden kann. Stattdessen hat ihn eine Spinne als fette Beute auserkoren…

Regie und Drehbuch sind bei Jan Kounen (Dobermann, Blueberry und der Fluch der Dämonen) in guten Händen und die Spezialeffekte, die immer wieder digitale Updates zu Schlüsselszenen aus Jack Arnolfs Klassiker liefern, können angemessen beeindrucken. Doch auch der schwarzweiße Originalfilm funktioniert immer noch sehr gut.

Jack Arnold erzählte seine Geschichte 1957 kompakt und spannend in 81 Minuten. Obwohl Jan Kounens Film zwanzig Minuten länger ist, wurden einige Szenen aus dem Original weggelassen. So gelingt es den Wissenschaftlern in der Neuverfilmung nicht, zumindest für kurze Zeit den Schrumpfprozess von Monsieur C. zu aufzuhalten, und dessen Romanze mit einer kleinwüchsigen Zirkusartistin wurde auch weggelassen.

Das Remake hat von Anfang an einen melancholischen Grundton, denn Dujardin als Monsieur C. fühlt sich gleich in der ersten Szene beim Schwimmen im Ozean „ganz klein“ und arangiert sich daher recht rasch mit seinem Schicksal. Dies beschert dem Film einige Längen, die nicht immer durch die Opulenz der Inszenierung aufgefangen werden. Freunde des Originals kommen dennoch auf ihre Kosten.

Die Blu-ray von Leonine enthält als Extras ein ausführliches Making Of (39:06 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln) und den deutschen Trailer (1:43 min)   

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Die unglaubliche Geschichte des Mr. C.

Jack Arnold drehte 1953 mit Gefahr aus dem Weltall nicht nur den ersten 3D-Film der Universal Studios, sondern startete damit auch eine Reihe von Klassikern des phantastischen Films. Ebenfalls in 3D folgten Der Schrecken vom Amazonas und die Fortsetzung Die Rache des Ungeheuers. 1955 drehte Arnold den Riesenspinnen-Thriller Tarantula und ließ zwei Jahre später sein absolutes Meisterwerk folgen.

Bereits der Vorspann mit dem unvergesslichen Trompetensolo von Ray Anthony und der immer kleiner werdenden menschlichen Silhouette deutet an, dass gleich etwas ganz Besonderes folgen wird.

Ebenfalls im Vorspann zu sehen ist eine sich auf das Publikum zubewegende seltsame Wolke und mit dieser beginnt dann auch Die unglaubliche Geschichte des Mister C. Scott Carey (Grant Williams) unternimmt zusammen mit seiner Ehefrau Louise einen Bootsausflug. Mit sanftem Druck besteht dieser darauf, dass Louise ihm ein Bier aus der Kombüse holt.

Wenn diese stattdessen an Deck geblieben wäre, hätte sich die Geschichte wahrscheinlich ganz anders entwickelt, denn nur Mister C. ist der mysteriösen am Boot vorüberziehenden Wolke ausgesetzt und das hat fatale Folgen. In den nächsten Wochen wird Scott immer kleiner und selbst den besten Wissenschaftlern gelingt es lediglich für kurze Zeit den Schrumpfprozess zu stoppen.

Doch dann wird er endgültig zum “Incredible Shrinking Man“ (so der Originaltitel des Films). Für kurze Zeit zieht Scott in ein Puppenhaus, doch dann wird er so winzig, dass Louise ihn nicht mehr wahrnehmen kann. Die Hauskatze und kurz darauf eine Spinne werden zur lebensgefährlichen Bedrohung für ihn.

Zum Abschluss muss ich spoilern, denn im Gegensatz zu den vorherigen phantastischen Filmen von Jack Arnold, gibt es diesmal kein Happy End. Genau wie in der Romanvorlage von Richard Matheson, der auch das Drehbuch schrieb, schrumpft Mister C. immer weiter. Am Ende des Films lässt er sich mit gewachsenem Selbstbewusstsein und großer Gelassenheit auf das Abenteuer Mikrokosmos ein.

2025 entstand in Frankreich unter dem Titel Der Mann, der immer kleiner wurde (L’Homme qui rétrécit) eine aufwändig produzierte Neuverfilmung mit Jean Dujardin in der Titelrolle, die trotz ihrer sorgfältigen Machart nicht bei Jack Arnolds Klassiker mithalten kann.

Bonusmaterial der Blu-ray von Universal: Interview mit Regisseur Jack Arnold (11:52 min, wahlweise mit deutsch eingesprochener Übersetzung), Deutsche Super-8-Fassung (16:39 min), US- Super-8-Fassung (7:54 min); Teaser-Trailer (0:39 min, mit der Erzählerstimme von Orson Welles), US-Trailer (2:00 min, ebenfalls mit der Erzählerstimme von Orson Welles) und eine Bildergalerie mit 94 Werbematerialien.

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Predator: Badlands

Harte Sitten herrschen auf dem Predator-Heimatplaneten Yautja Prime. Dort gilt der nicht allzu draufgängerische Dek als unwürdig und daher soll sein größerer Bruder Kwei ihn töten. Als dieser sich weigert, wird Kwei von seinem Vater getötet. Um seine Ehre wiederherzustellen, bricht Dek zum Planeten Genna auf, um den gewaltigen Kalisk zu erlegen, vor dem sich sogar sein Vater fürchtet.

Dort trifft er auf die beschädigte Androidin Thia. Dieser fehlt der komplette Unterleib, doch sie kann Dek davon überzeugen, dass sie das ideale “Werkzeug“ für den jungen Predator ist. Das ungleiche Duo übersteht zahlreiche Gefahren und findet noch einen weiteren Verbündeten mit erstaunlichen Kräften. Thias “Schwester“ Tessa hingegen ist gefährlicher als der Kalisk.

Es ist erstaunlich, was Dan Trachtenberg aus dem etwas schwächelnden Predator-Franchise herausgeholt hat. Zuvor in Predators, Predator – Upgrade, aber auch in Trachtenbergs Prey, standen die menschlichen Jäger und somit auch potentiellen Opfer des Predators im Zentrum des Geschehens. Trachtenberg und sein Co-Drehbuchautor Patrick Aison hingegen verzichten ganz auf menschliche Charaktere.

Die erstaunlich oft ziemlich amüsante Geschichte erzählt von Predatoren, der tödlichen Flora und Fauna des Planeten Genna, sowie den Androiden des Weyland-Yutani-Konzerns. Erstaunliche Tiefe gewinnt der Film durch Elle Fanning, die nicht nur großartig als vorlaute und neugierige Thia ist, sondern auch deren “böse Schwester“ Tessa angemessen bedrohlich verkörpert. Über einen weiteren Film mit Dek und Thia würde ich mich sehr freuen.    

Während die DVD von “Predator: Badlands“ über keinerlei Extras verfügt, enthält die Blu-ray zusätzlich noch diese Extras: Audiokommentar mit Regisseur Dan Trachtenberg, Produzent Ben Rosenblatt, Kameramann Jeff Cutter und Stunt-Koordinator Jacob Tomuri,  „Die Verkörperung des Predators“ (5:43 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), „Authentische Sythetische“ (6:41 min), „Die Erschaffung des Badlands“ (6:53 min), „Dek von den Yautja“ (6:11 min) und drei gelöschte und prävisualisierte Szenen (insgesamt 27:37 min)

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