Dieser Comic scheint etwas Besonderes zu sein, denn er wird in einem sehr stylisch aufgemachten Hardcoverband veröffentlicht. Der Schutzumschlag ist beidseitig bedruckt. Auf der Unterseite befinden sich von Michael Cho gezeichnete Porträts von Giant-Man, Thor, Iron Man und Wasp.
Den Einband hat hingegen der bei diesem Comic ansonsten nur als Autor tätige Chip Kidd mit eindrucksvollen Großaufnahmen von Captain America und Hulk verziert. In den USA wurde The Avengers in the Veracity Trap! nicht von Marvel, sondern von Abrams ComicArts veröffentlicht. Dort ist auch der ebenfalls bei Panini herausgebrachte Band Fantastic Four: Tödlicher Kreislauf von Alex Ross erschienen.
Angesichts der pompösen Aufmachung ist die Story (zunächst) etwas dünn. Auf den ersten Seiten outen sich Kidd und Cho als gnadenlose Jack-Kirby-Fanboys outen. In großformatigen Bildern lassen sie die Avengers gegen den schurkischen Loki und seine Horde von Monstern antreten. Dabei gönnen sie jedem der Helden Iron Man, Captain America, Iron Man, Thor, Hulk, Giant-Man und Wasp, aber auch Loki, ganzseitige “meisterhafte Marvel-Pin-Ups“.
So weit, so klischeehaft. Doch nach 20 Seiten gibt es eine echte Überraschung, die nicht zu erwarten war. Wer sich nicht das Vergnügen daran verderben möchte, sollte jetzt nur noch einen Satz lesen und sich dann unvorbereitet auf Avengers: Verhängnisvolle Wahrheit einlassen. Es lohnt sich!
Plötzlich werden die Avengers mit Lokis Wahrheitsvortex konfrontiert und Thor gelangt zu einer erschreckenden Erkenntnis: “Bei den Göttern! Wir sind … nicht real!“ Schlimmer noch: “Wir existieren in einem Kontinuum, das sich Comicheft nennt. Viele halten es für niedere Literatur.“
Jetzt sei nur noch gespoilert, dass die Avengers im weiteren Verlauf der ebenso turbulenten wie clever konstruierten Handlung auch noch auf ihre Schöpfer Chip Kidd und Michael Cho treffen.
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